Altes loslassen, damit etwas Neues beginnen kann

 

 

Frau C., 38, Ingenieurin für Umweltplanung, hatte einen befristeten Arbeitsvertrag als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität, der mit einer Dissertation verbunden war. Das Ende der Befristung nahte in wenigen Monaten, ihre Dissertation hatte Sie bis dato nicht richtig begonnen. Das beunruhigte Sie einerseits; andererseits sah Sie auch Möglichkeiten einer neuen Stelle und hatte den Wunsch nach einer Orientierungshilfe.

 

Anliegen und Ziel der Beratung: Stärken- und Schwächen-Analyse als Grundlagen für die anstehende Entscheidung bezüglich Arbeitsplatzwahl und Dissertationsvorhaben.

 

Mit den Karten zur  „Arbeits-Zufriedenheit“ stellte sie fest, dass ihr die Menschen in ihrem sozialen Umfeld und die Möglichkeit, Ihre Fähigkeiten einzubringen bedeutsamer sind als Geld und berufliches Fortkommen. Die Methode Karriereanker verdeutlichte, wie sie ihre Prioritäten in der Arbeitswelt setzt und wonach sie strebt. Ein wesentlicher Aspekt hierbei war der Wunsch, mit Ihren Fähigkeiten und ihrer Fachkompetenz einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Eine Führungsposition kam für Sie im Rahmen einer Teamleitung in Frage. Außerdem ist klar geworden, dass sie eine gute Balance zwischen Beruf und Privatleben als Ausgleich braucht.

 

Beim Blick auf Ihre Stärken erstellte sie eine umfangreiche Sammlung ihrer positiven Eigenschaften und Fähigkeiten und konnte dabei ihre Werte wiederentdecken.

Hieraus formulierte sie einen ermutigenden neuen Zielsatz. „Ich lasse das Alte los und entwickle etwas wunderbares Neues, das mir entspricht.“

 

Inzwischen hatte sie mehrere Bewerbungsgespräche und verschiedene Optionen in Aussicht. In den folgenden Beratungsstunden wurde die Klientin weiter im Bewerbungsprozess begleitet. Es war wichtig, Entscheidungskriterien hierfür zu erarbeiten. Der Klientin wurde klar, dass diese Hierarchie ihr auch nützlich ist, sich in anderen beruflichen Situationen klarer zu positionieren und in Verhandlung zu treten. Mit Hilfe der Timeline-Methode konnte Frau C. dankbar auf ihren bisherigen Weg zurückblicken und sich auf das Neue freuen. Mit dieser Erkenntnis sah sie sich nun mehr ermächtigt, ihr Leben selbst zu gestalten.

 

Gegen Ende der Beratung hatte sich Frau C. für eine Teilzeitstelle entschieden. Außerdem entwickelte sie die Idee, einer zusätzlichen freiberuflichen Tätigkeit als Dozentin und Beraterin. Damit konnte Sie ihre Bedürfnis nach fachlich vertiefter Arbeit verwirklichen, ihr Motiv hinsichtlich der ursprünglichen Promotionsabsicht. Das Thema Promotion konnte sie damit ad acta legen.

 

Dauer: 9 Doppelstunden à 120 Min. über einen Zeitraum von 7 Monaten verteilt

 

Zitat der Klientin: „Ich habe das Heft selbst in der Hand, ich agiere statt zu reagieren.“